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Dadaismus und Erster Weltkrieg
Der Dadaismus war eine revolutionäre Kunst- und Literaturbewegung, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auftrat. Sie rebellierte gegen die bürgerlichen Kulturwerte und versuchte, alte Werte und Vorstellungen aufzusprengen und zu hinterfragen. Sie wurde zum Ausdruck des Ekels und der Verzweiflung über die europäische Katastrophe, die der erste Weltkrieg mit sich brachte. Hugo Ball, einer der Mitbegründer der Bewegung, bezeichnete die Welt als Welt, "in der alles funktioniert, nur der Mensch nicht mehr". Damit spielte er auf die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs an, die aus dem Fortschrittswahn der Gesellschaft resultierten. Der Dadaismus richtete sich, nach Max Ernst, konsequent pazifistisch "gegen die Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges". Somit griff er sowohl die Gesellschaft, als auch ihren Verstand und ihre traditionellen Sprach- und Bilderwelten an. So wurde beispielsweise Mona Lisa ein Schnurrbart gemalt.
Die Dadaisten arbeiteten mit einer unverständlichen und teilweise schockierenden Sprache. Sie verwendeten neue ungewöhnliche Materialien, wie zum Beispiel industriell gefertigte Gegenstände, die zu Montagen verarbeitet wurden. Man wandte sich gegen jeglichen Perfektionismus und versuchte alles gelernte zu vergessen, alle überlieferten Formen zu zerbrechen, um wieder bei Null anzufangen. Man lebte seinen Spieltrieb aus und versuchte, ganz kindlich zu denken, um so auf sein Unterbewusstsein zu stoßen. Vieles wurde auch dem Zufall überlassen. So wurden gefundene Gegenstände in neue Zusammenhänge gestellt und mit einer neuen Bedeutung versehen. Man begann auch schon mit dem Experiment, traumhafte Vorstellungen und Assoziationen des Unbewussten sichtbar zu machen. Hier kann man erkennen, wie sich der Surrealismus sich bereits langsam ankündigte.
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